Wie riecht das Ruhrgebiet?

Elf Studierende aus dem ersten, dritten und vierten Semester besuchten am 11. April 2011 das Ausstellungsgelände des neuen Ruhr Museums in Essen. Der fächerübergreifende Projekttag war gemeinsam von den Dozenten für Foto-Design und Journalismus organisiert worden, um das Ruhrgebiet von einer anderen, eher unbekannten Seite kennen zu lernen. Dabei hatten die Studierenden zunächst die Möglichkeit, eine „Zeitreise“ durch das Revier zu machen – von der Entstehung der Kohle vor rund 300 Millionen Jahren bis hin zum heutigen Strukturwandel in der Metropolregion.

Natürlich kam auch der Spaßfaktor nicht zu kurz. So konnten die Studierenden Geruchsproben des Ruhrgebietes „erschnüffeln“ (z.B aus der Emscher), die in einem Teilbereich der Ausstellung einem breiteren Publikum präsentiert werden. Um die Exkursion auch praxisnah auswerten zu können, wurden zudem Eindrücke und Meinungen anderer Besucher gesammelt – ein Teil dieser Informationen soll demnächst für eine (fiktive) Hörfunk-Reportage im Journalismus-Unterricht genutzt werden.

Am Nachmittag besichtigten die Studierenden dann auch noch die Fotoausstellung „Schwarzes Revier“, die bis zum 04. September 2011 im neuen Ruhr-Museum zu sehen ist. Dabei werden 115 schwarz-weiß-Fotos des Dokumentarfilmes Heinrich Hauser gezeigt, die meist in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts entstanden sind und die ein sehr wechselhaftes Bild des Ruhrgebietes und seiner unterschiedlichen Bewohner zeigen. Die Sonderausstellung, die aus Beständen des Folkwang-Archives zusammengestellt wurde, wird auch vom Bundesbeauftragten für Kultur und Medien gefördert.